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Freitag, 5. Mai 2017

Neue Motorradreifen vorsichtig einfahren? - KLARO!

Neue Motorradreifen vorsichtig einfahren

Sind die Reifen des Motorrades oder Rollers nach der Saison „runtergefahren“, ist es für viele Motorradfahrer üblich, die Neuanschaffung in den Frühling zu verlegen. Nach erfolgtem Wechsel, sollte aber nicht wie gewohnt „durchgestartet“ werden. Generell gilt für alle Fahrerinnen und Fahrer ein behutsames Herantasten an gewohnte Schräglagen und Bremsmanöver. Aber auch die neuen Reifen müssen unbedingt eingefahren werden, denn diese haben aufgrund des Produktionsprozesses noch eine ziemlich glatte Oberfläche. Auf den ersten 100 bis 200 Kilometern muss die Oberfläche beim Fahren erst angeraut werden, damit der Reifen den gewünschten Grip aufbauen und gänzlich ausnutzen kann. Wer hier zu forsch ans Gas und in Schräglage geht, kann schnell die notwenige Haftung zur Fahrbahn verlieren und damit im Falle eines Sturzes sogar seinen Versicherungsschutz gefährden.

Insbesondere die ersten 20 Kilometer sollten sehr behutsam gefahren werden, vergleichsweise wie bei Nässe. Starkes Beschleunigen und hartes Bremsen bitte vermeiden. Leiten Sie Bremsmanöver frühzeitig ein. Wenn möglich, fahren Sie erste Kurven und Kreise auf freiem Gelände abseits des Straßenverkehrs. Aber auch hier gilt es Vorsicht walten zu lassen.

Also, fahren Sie Ihre neuen Reifen bewusst ein und nutzen Sie die ersten 200 Kilometer, um sich an die neue Bereifung zu gewöhnen.

Gute Fahrt!

Ihr ifz-Team


Quelle:
www.ifz.de

Dienstag, 18. April 2017

Luftdruck und was zum Helm

Hier zitiere ich den Wochenend- Newsletter des IFZ

www.ifz.de
Macht Sinn und passt hervorragend in diesen Blog :-)

"Luftdruck"


Der 31. März ist der 90. Tag des gregorianischen Kalenders (der 91. in Schaltjahren), somit verbleiben für 2017 noch 275 Tage, um in Ihrer Karriere als Motorrad- oder Rollerfahrer weiterhin alles richtig zu machen. Der folgende Tipp kann dabei behilflich sein – es geht um den Reifenfülldruck, dem regelmäßig volle Aufmerksamkeit geschenkt werden muss. Der richtige Reifenfülldruck hat nämlich einen großen Einfluss auf das Fahrgefühl und ist beim Motorrad und Roller noch wichtiger als beim Auto.

Auswirkungen
Schon geringe Abweichungen von 0,2 bar können die Fahrfreude, vor allem aber die Fahrsicherheit beeinträchtigen. Gerade in Kurvenfahrten oder bei Bremsmanövern ist der Reifen eine wichtige Schnittstelle zwischen Fahrzeug und Straße.

Regelmäßigkeit
Der Reifenfülldruck sollte mindestens alle zwei Wochen bei kalten Reifen geprüft und falls nötig korrigiert werden. Nach längerer Standzeit muss vor der ersten Fahrt eine Kontrolle stattfinden.

Zuladung
Steht am Wochenende eine Fahrt mit Sozius und/oder Gepäck an, muss der Reifenfülldruck vorher gegebenenfalls entsprechend erhöht werden.

Höhe
Die Angaben für den genauen Reifenfülldruck Ihres Motorrades oder Rollers finden Sie zwar in der Betriebsanleitung, nach dem Wechsel auf einen neuen Reifen können aber andere Werte Gültigkeit haben. Informieren Sie sich also am bestem beim Reifenhersteller.

Ventilkappen
Übrigens, falls Ihnen eine Ventilkappe abhandengekommen ist, besorgen Sie sich umgehend Ersatz. Neben dem Fernhalten von Schmutz verhindert diese nämlich auch Druckverluste bei höherem Tempo. Achten Sie darauf, dass die Kappen fest sitzen und keine Beschädigungen aufweisen.

Außerdem …
Werfen Sie auch gleich einen Blick auf die Profiltiefe Ihrer Reifen! Die gesetzliche Mindestprofiltiefe für Motorradreifen beträgt 1,6 mm. Leichtmofas, Mofas, Kleinkrafträder und Leichtkrafträder weichen von der Mindestprofiltiefe der großen Kollegen ab: Hier genügt dem Gesetzgeber eine Mindestprofiltiefe von 1,0 mm. Ihrer und/oder auch der Sicherheit Ihres Sozius zuliebe sollten alle – egal ob groß oder klein motorisiert – die Profiltiefe jedoch nicht unter zwei Millimeter sinken lassen.

Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team

Jeder Motorradhelm kommt mal in die Jahre
Eine immer wiederkehrende Frage an uns bezieht sich auf die Nutzungsdauer eines Motorradhelms. Grundsätzlich sollte vorausgestellt werden, dass ein Helm noch „wie neu“ aussehen und „sturzfrei“ sein kann und dennoch aufgrund seines Alters nicht mehr verwendet werden sollte. Im Regelfall wird der Austausch nach fünf bis sieben Jahren empfohlen. Unabhängig von der äußeren Erscheinung oder Intensität der Nutzung.

Bedingt wird der Austausch durch Materialermüdung einzelner Komponenten, die auch dann voranschreitet, wenn ein Helm gänzlich unbenutzt bleibt. So härtet beispielsweise das Material der Innenschale (Styroporkern), das wesentlich an der Sicherheit (Stoßdämpfung) beteiligt ist, mit der Zeit aus. Die Innenschale erfüllt dann nicht mehr ihre gewünschten Absorptionseigenschaften. Aufgrund dieser Alterungsprozesse ist das Gesamtwirkungssystem des Helms nicht mehr zu 100 Prozent gegeben.

Um die volle Schutzwirkung des Helms auszunutzen, sollte man sich zur eigenen Sicherheit an den fünf bis siebenjährigen Wechselzyklus halten. Wie bei anderen Dingen auch, kann aber die falsche Behandlung und Pflege die Nutzungsdauer verkürzen.

Klar, dass ein Helm nach einem Unfall getauscht werden muss. Aber auch nach einem Fall des Helms aus geringer Höhe – z. B. vom Lenker – ist die volle Schutzwirkung nicht mehr gegeben. Die dabei entstandenen Schäden sind von außen oftmals nicht erkennbar.

Wie man den richtigen Helm für sich findet, worauf zu achten ist und was zu berücksichtigen ist, um möglichst lang Freude am Helm zu haben, erläutern wir in unserer Broschüre „Motorradbekleidung von Kopf bis Fuß“.

Gute Fahrt & schönes Wochenende!

Ihr ifz-Team
















































































Mittwoch, 22. März 2017

Schöne(R) Schrauben!!!

Bei Update am Mopped möchte man natürlich gern auch alte, vielleicht auch rostige oder "verrammelte" Schrauben neu machen...

Also ran an die Zubehörlisten und ?
Edelstahl?
Alu?
Titan?

Was nehmen?

Jedes der Materialien unterscheidet sich in seinen Eigenschaften zum Teil deutlich vom Original, der üblicherweise (bei den DR ) verwendeten Stahlschrauben.

Deshalb ist aussuchen mit Köpfchen angesagt!

ALU wiegt nur 1/3 von Stahl, mit Eloxalschicht gibt´s das zudem noch schick bunt und diese Schicht schützt auch vor Korrosion.
ABER: Die Zugfestigkeit von Aluminium liegt deutlich unter der von Stahl! Also auf keinen Fall bei tragenden Teilen verwenden!
Alu in Alu ist auch eine "schwierige Nummer" - ohne entsprechende Anti-Size Paste bekommst Du unter Umständen nicht mal mehr eine einfache Motordeckelschraube im Gehäuse gelöst...

EDELSTAHL Wer den Ärger mit Rost ein für allemal loswerden will, kann auf Edelstahlschrauben umrüsten. Die gibt's einzeln oder abgepackt im Baumarkt sowie im Eisenwaren-Fachhandel.
ABER auch hier Vorsicht! Edelstahl-Schrauben, auch VA-Schrauben genannt, haben nicht die Festigkeit einer guten Stahlschraube, daher kann es bei extrem belasteten Teilen Probleme geben. Es werden zwei Legierungen klassifiziert, A 2 und A 4, von denen die letztere resistenter gegen Chemikalien ist.
Die Festigkeitsklassen sind 50, 70 oder 80. Die Angabe A2-70 auf dem Schraubenkopf bedeutet, daß diese kaltverfestigte Schraube eine Zugfestigkeit von 700 N/mm² besitzt. Das ist zwar nicht schlecht, aber die Streckgrenze ist mit etwa 450 N/mm² deutlich niedriger als bei einer hochwertigen Stahlschraube. Edelstahl verformt sich also bei der Beanspruchung bis zum Bruch stärker, VA-Schrauben müssen daher mit mehr Fingerspitzengefühl angezogen werden, wobei sie aber bei weitem nicht so problematisch zu handhaben sind wie die hochsensiblen Aluminium-Schrauben. Auch bei Edelstahl macht eine Anti Size Paste Sinn, Edelstahl "frißt" sich gern am Alu fest. Vorsicht deshalb gerade bei den Auspuffschrauben am Zylinderkopf. Ist die Paste dort erstmal weg, gibts ein sehr "innige Verbindung"...

TITAN ist die beste Alternative für Stahl, die Festigkeit reicht bei den Schrauben der Klassifikation des sogenannten "Flugzeugtitan" 6AL4V(Grad 5) an die von 10.9 Stahlschrauben heran und übertrifft die Güte 8.8 bei Stahl (Festigkeit 120.000 und 160.000PSI). Titan korrodiert nicht - selbst ohne Oberflächenbeschichtung und die Materialhärte verhindert auch zu schnell "verrammelte" Schraubenköpfe. Zudem ist es sehr leicht - 42% leichter als Stahl.
Nachteile? Oh ja ... Gutes ist oft teurer ;-) das ist Titan leider noch immer, auch wenn in letzter Zeit die Preise gesunken sind.

Mittwoch, 1. Februar 2017

Die Sache mit der Schmiere - Fett weg?

Winterzeit ist Servicezeit, auch die RallyeBIG muss mal wieder gewartet werden. Also schnell auch das Hebelsystem zerlegt, es soll ja gründlich sein. uuups- Fettbox leer!?
Und damit beginnt die Geschichte, wie ich ein Wochende lang Webseiten "gewälzt" habe mit Fett-Herstellerempfehlungen und Motorrad -Herstellerempfehlungen...

Klar ist:
Jedes Fett hat unterschiedliche Eigenschaften, wie jede Schmierstelle unterschiedliche Anforderungen hat.
Ein Steckachse soll leicht "reinrutschen", Radlager sollen sich leicht drehen, Lenkkopf und Hebelsystem - Lager sollen Stöße und Schläge bei wenig Bewegung gut aushalten.

Und überall hilft NUR das RICHTIGE Fett.

Suzuki selbst ist da mal wieder richtig pragmatisch:
SUZUKI SUPER GREASE "A"
lautet die Empfehlung bei fast allen Schmierstellen.
Das "Zeuch" bietet SUZUKI in 150g Dosen an
Es ist ein Mehrzweckfett mit Hochdruckeigenschaften und Wasserresistenz,
arbeitet im Temeperaturbereich von -25 bis 180 Celsius
Wer es bestellen möchte:
Teilenummer 99000-25030




Würde ich ehrlich gesagt so nicht machen.... Nein, nicht wegen dem Preis. Sondern weil es einfach bessere Sachen zum gleichen Preis zu haben gibt.

Wenn mal mal über den (Marken) Tellerrand schaut, so stellt man fest das z.B. Ducati 6 verschiedene Fette benutzt!




Das muss für die Heimwerkstatt sicher nicht sein, aber Unterscheiden ist wichtig! Und ich habe mich beim "Fettstudium mal an der Ducati Liste orientiert, um mich im Schmierdschungel nicht zu verlaufen".

Mein Fazit:
Eine gute "DR-Werkstatt" sollte 3 Fette benutzen:

1. Lenkkopflager, Schwingenlager und Hebelsystem
meine Empfehlung Shell Gadus S2 V220AD 2
warum das ?... lies mal den Text im Produktblatt :-)


Dieses Fett liefern wir derzeit auf Anfrage im DR BIG SHOP.

2. Achsen, Hebel, Gelenke von Seitenständer etc. Radlager 
meine Empfehlung - meine "Hausmarke" Putoline:

PUTOLINE WHITE ACTION GREASE + PTFE

White Action Grease + PTFE ist ein hochwertiges, orangefarbenes/weißes Lithiumkomplexfett. Das Produkt besitzt einen hohen PTFE-Anteil für optimale Schmierung und niedrige Reibung. 

Dieses universelle Lithiumkomplexfett eignet sich insbesondere zur Abdichtung zwischen Action-Filter und Luftfiltergehäuse von Off-Road-Motorrädern. White Action Grease + PTFE bietet sich auch zur Schmierung der Radlager, Lenkkopf- und Schwingenlager von Gelände- und Straßenmotorrädern, Quads, Scootern, Gokarts und Schneemobilen an.


Infos und kaufen HIER:

http://www.dr-big-shop.de/1367.html



3. Für Bremszangen und andere "heißen" Teile 
...nehme ich dann doch nochmal eine andere Spezialtube - klar auch Hausmarke:

PUTOLINE CERAMIC GREASE

Ceramic Grease ist eine hochwertige Montagepaste und ein wirkungsvolles Hochtemperatur-Schmiermittel zugleich - ohne Metallpartikel. Seine exklusive Formulierung verleiht ihm folgende Eigenschaften:
Sehr breiter Temperaturbereich (Spitzentemperatur von ca. 1500 °C)
Hochdruckfestigkeit
Vermindert effektiv die Reibung zwischen sich bewegenden Teilen.
Wirkungsvoller Korrosionsschutz
Ausgezeichneter Schutz vor elektrolytischer Korrosion (Korrosion am weniger edlen Metall bei Kontakt zwischen Metallen) Ceramic Grease eignet sich speziell für:
Montage/Demontage:
ABS-Bauteile
Bremsbauteile
Zündkerzen
Lambdasonden
Auspuffteile
Schraubverbindungen
Verbindungen verschiedener Metalle (z. B. Stahl/Aluminium)

Komponenten, die hohen Temperaturen ausgesetzt sind.

Infos und kaufen HIER:
http://www.dr-big-shop.de/1368.html



Na dann ran! Fett weg? Nö! - vor Saisonbeginn frisch einfetten!! :-)





Montag, 23. Januar 2017

LED Blinker - geht denn das so einfach?

Unendliche Geschichten und Anfragen ranken sich um das Thema Umbau auf LED Blinker.
Kabelbäume werden umgelötet und riesige Vorwiderstände verbaut.



Zeit, dazu kurz und schmerzlos eine einfache Lösung aufzuzeigen :-)


Die Regeln:

1. LED Blinker benötigen weniger Leistung, gut fürs Bordnetz, dumm für den lastabhängigen originalen Blinkgeber.
Nutze die Möglichkeiten um dein Bordnetz zu entlasten! Keine riesigen 20 Watt Widerstände vor die LED Blinker!!
Nimm ein LED Blinkrelais. Wir haben im BIG SHOP z.B. ein universales Blinkrelais, das spricht ab 1W an - und schon "blinkern" deine LED´s korrekt. Dieses Relais hat 3 Anschlüsse für die "alten" DR Modelle mit Masseanschluß. Bei den neueren DR´s mit nur 2 Anschlüssen bleibt der Masseanschluß vom Blinkrelais einfach frei - das kann es auch!

2. Originale Blinkkontrolle nutzen! Dummerweise funktionieren mit nur LED Blinkleuchten die originalen Blinkerkontrollen im Cockpit nicht. Der elektrische Trick, sich die Masse vom "toten" Glühfaden zu klauen, ist bei LED´s einfach nicht möglich.
Bevor Du nun den Kabelbaum zerschnippelst - STOP! Wir bauen vorn zwei klitzekleine ;-) Vorwiederstände rein! Die "fressen" kaum Energie, bieten aber einen Massezugang für die Unglückliche Kontrollampe. Die ist das wieder froh - und macht Ihren Job !

3. So, nun los...paar schicke LED Blinker dran und mit den 40 gesparten Watts kannst du schon fast deine Heizgriffe betreiben :-)

PS. wir


hätten das was...


BIG SHOP LED BLINKER








Dienstag, 20. September 2016

Bordwerkzeug!?!

Wenn man das originale DR  Bordwerkzeug anschaut, dann versteht man das Fragezeichen in der Überschrift... :-)
Andererseits finde ich die Mitnahme von 3 Nußkästen und halben Werkzeugwagen auch ziemlich unpassend...
Was soll ein Bordwerkzeug können?
Es soll eine Reperatur unterwegs mit Bordmitteln erlauben!

Damit setzt jeder andere Grenzen beim Bordwerkzeug.
Für den einen Hobbyschrauber reicht ein Schraubendreher, für mehr ruft er den ADAC.
Mein Freund Aynchel könnte dagegen auch eine Motorüberholung auf der Wiese durchführen- weil er es kann und weil er sooo viel Werkzeug dabei hat!

Hier ist ein Ansatz für die "goldene Mitte":
Realisiert werden sollte
- Radausbau inclusive Reifenreparatur
- Kettenreparatur
- ggf. Sturzschäden bei Rallyes richten
- dazu auch Gabel, Lenker, Armaturen locken und festziehen und Verkleidungen reparieren
- Elektrikprobleme beheben

Dazu haben wir folgende minimale Ausrüstung zusammengestellt.

RallyeBIG
WASTOOLFÜR
KerzenschlüsselOEM SUZUKI KerzenschlüsselSW18 - lang / oben SW17
Kerzenbox mit Kerze KerzenboxZündkerze DPR9 EA-9/ SW18
Steckachsenschlüssel vornHAZET Ring gerade SW14/15Steckachsenmutter SW14
Steckachsenschlüssel hintenKTM MultischlüsselSteckachsenmutter SW27
Ratschenschlüssel 1/4"Stecknuss 1/4"SW6
Stecknuss 1/4"SW7
Stecknuss 1/4"SW8
Stecknuss 1/4"SW10
Stecknuss 1/4"SW12
Stecknuss 1/4"Bithalter
Stecknuss 1/4"Bit ISK4
Stecknuss 1/4"Bit ISK5
Stecknuss 1/4"Bit ISK6
Stecknuss 1/4"Bit ISK8
Verlängerung 130mmfür Ratschenschlüssel 1/4"
Inbusschlüssel 90°ISK3
Kombizange
Schlitz/KreuzschlitzMultischraubendreher SUZUKIPH2 Kreuz / Schlitz
Kettentrennermit SW14für 520 Kette
Nadelfeilen für Kettentrennung
2x Clipschloß VX2
2x Innenglied VX2
Hekenschlüssel kleinLKL
Elektrodraht0,75 mm
Gummihandschuhe
Kabelbinder, diverse
Ringschlüssel HAZET Kurz/geradeSW8/ SW9
SW10/ SW11
SW12/ SW13
SW14/ SW15
SW17/ SW19
Maulschlüssel HAZET Kurz/geradeSW6/ SW7
SW8/ SW9
SW10/ SW11
Sicherungen / Ersatzje 2x Standard FlachsicherungenMAIN 15A / NAV 5A
Klebeband
Leatherman/ Taschenmesser
Feuerzeug
Kaltmetall
Benzinschlauch 6mmmit T-Stück und Verbinder
Sensorleitung (bei Rallyes)
Verbandspäckchen
TempoTaschentücher
Brillenglas klar (bei Nachtfahrten)oder Ersatzbrille
Crosshandschuheals Ersatz bei Dreck+Schlamm
Engergyriegel
Camelbag
Regenhose
Zulassung / Card Map mit PA, FS; Mastercard etc/ Bargeld
Smartphone in Schutzhülle, bei längeren Touren mit Powerbank und Iphone Ladekabel

Die Probe, der zusammengestellte Werkzeugumfang ausreicht, ist so einfach wie logisch:
Einfach die oben genannten Arbeiten (natürlich zuhause, um ggf. Teile zu ergänzen/tauschen) mit dem Bordwerkzeug auch mal ...machen! :-)


Mittwoch, 9. März 2016

Viel Lärm um nichts? Neue Geräuschvorschrift für Motorräder

Die Gegner von Fluglärm haben in den letzten Jahren an vielen Orten große mediale Aufmerksamkeit erfahren und so beispielsweise einige Nachtflugverbote durchgesetzt. Viele Bewohner ländlicher Gebiete haben im Frühjahr und Sommer aber mit einer ganz anderen Lärmquelle zu kämpfen: Motorradfahrern, die das gute Wetter nutzen, um ihre Maschine auf landschaftlich reizvollen Strecken voll auszufahren. Zwar hat der Gesetzgeber hier eigentlich eine klare Grenze gesetzt. Laut einer EU-Richtlinie dürfen die Fahrgeräusche einen Wert von 80 dB(A) nicht überschreiten. Bisher allerdings konnten die Hersteller diese Vorgaben mit einigen legalen Tricks umgehen. Seit dem Jahresanfang soll damit nun aber Schluss sein. 

Besseres Testverfahren sorgt für leisere Motorräder
Seitdem nämlich ist die EU-Verordnung UNECE-R 41.04 für alle neu zugelassenen Motorräder verpflichtend. Diese schreibt einen Höchstwert zwischen 73 und 77 dB(A) vor - und verlangt zudem erstmals, dass diese Werte auch während verschiedener Fahrzustände eingehalten werden. Bisher hingegen war das Testverfahren standardisiert und es wurde stets bei der selben Geschwindigkeit und Motorenleistung gemessen. Die Hersteller konnten also dafür sorgen, dass die Maschine genau in diesem Testbereich besonders lärmarm war - beispielsweise durch die Aktivierung von Schalldämpfern. Im Prinzip funktionierte die Schummelei also so ähnlich wie bei VW und den Abgaswerten - nur dass sie völlig legal war. Dies ändert sich nun aber: Software zur Erkennung der neuen Testzyklen ist nun explizit verboten.

Bis die Anwohner von kurvenreichen Landstraßen von dieser Neuerung allerdings tatsächlich profitieren, dürfte noch einiges an Zeit vergehen. Denn die neuen Regelungen gelten nur für Maschinen die nach dem 01. Januar 2016 typgeprüft werden. Für alle alten Motorräder gilt hingegen ein Bestandsschutz. Diese werden nicht erneut getestet und müssen auch nicht nachgerüstet werden. Hinzu kommt, dass auch die besten Tests das Fahrverhalten nicht mit einbeziehen können. Denn beim Fahrer liegen ebenfalls erhebliche Einsparpotentiale, was den Lärm betrifft: Experten gehen davon aus, dass der Unterschied zwischen einer rücksichtsvollen und einer extrem aggressiven Fahrweise rund zwanzig Dezibel beträgt. So schützen manche Fahrer ihr Gehör zwar mit geräuscharmen
Motorradhelmen, sorgen durch ihren Fahrstil jedoch für jede Menge unnötigen Lärm.


Auch die neue Richtlinie bietet Schlupflöcher
Zudem bietet auch die neue Richtlinie Möglichkeiten, den Lautstärke-Höchstwert zu umgehen. So können technisch einigermaßen begabte Fahrer einfach dämpfende Elemente aus dem Auspuff entfernen. Wer sich diese Arbeit nicht machen möchte, kann zudem auch auf einen Auspuff als Ersatzteil zurückgreifen und diesen an seiner Maschine anbringen. Dort gibt es dann beispielsweise auch Exemplare, bei denen sich die Stärke der Lärmdämpfung manuell steuern lässt. Der Vorteil der Ersatzauspuffe: Für diese gilt die EU-Verordnung UNECE 92.01, die erst im Jahr 2020 verpflichtend in Kraft tritt. Die Hersteller müssen also auch erst dann die neuen Lärmvorschriften umsetzen. Für die Soundliebhaber unter den Motorradfahrern ist dies eine gute Nachricht, viele Anwohner von beliebten Motorradstrecken dürften davon aber weniger erfreut sein.

Hinzu kommt eine weitere Problematik: Durch die Vorschriften des EU-Binnenmarktes muss jedes Motorrad und jeder Ersatzauspuff nur in einem EU-Land typgeprüft werden. Theoretisch ist dies eine sinnvolle Regelung, die den Unternehmen Bürokratiekosten und den Prüforganisationen doppelte Arbeit erspart. In der Praxis führt dies aber zu einem Problem: Nicht alle Testlabors sind technisch auf dem Stand der deutschen Prüforganisationen. Nachträgliche Tests haben dabei bereits gezeigt, dass im Ausland zertifizierte Maschinen die Grenzwerte in Wahrheit nicht einhielten. Sollte sich diese Tatsache langfristig nicht beheben lassen, könnte dies zu einem ungewollten Ausweicheffekt führen - die Hersteller würden ihre möglicherweise zu lauten Maschinen dann nur noch in Ländern testen lassen, die für eine eher lasche Prüfpraxis bekannt sind. Ob die neue Verordnung also tatsächlich für weniger Motorradlärm auf der Straße führt, bleibt zunächst noch abzuwarten.


Vielen Dank für diesen Beitrag an Anne-Katrin Meyer